Ich bin ein bekennder Fan der kalten Jahreszeit. Regen, Wind , Schnee und Kälte können mich nicht schrecken. Freunde und Familie können das nicht nachvollziehen, doch ich bin in guter Gesellschaft:

Millionen Mikroben und Viren fühlen sich jetzt pudelwohl und suchen Ihre Gesellschaft. Das Ergebnis hiervon kann man dann morgens in der Praxis bewundern: Alles hustet, schnieft und fiebert. Merkwürdigerweise sind Ärzte selber davon kaum betroffen (Böse Zungen behaupten, dass auch Erreger einen guten Geschmack hätten und uns verschonen) Für uns Ärzte beginnt dann die Hauptarbeitszeit. Leider ist diese nicht immer leicht . Obwohl zwei völlig unterschiedliche Erkrankungen, bezeichnen wir beide umgangssprachlich gleich: Grippe und den grippalen Infekt . Auch hält sich hartnäckig das Gerücht, dass ein grippaler Infekt mit Antibiotika behandelt werden kann. Einer aktuellen Studie nach sind zwar 53% der Befragten der Meinung, dass in Deutschland zu oft Antibiotika verschrieben werden, aber nur 8% meinen, dass dies auch sie selber beträfe. Gut, nur wer nimmt dann die Antibiotika eigentlich?. Also heißt es aufklären, aufklären, aufklären. Hier also die Basics: Der grippale Infekt ist in ca. 70 % viral verursacht ( in Zweifelsfällen kann eine Blutuntersuchung weiterhelfen), Schonung, warme Flüssigkeit und die Zufuhr von Zink können neben pflanzlichen Medikamenten empfohlen werden. Vitamin C zeigte in einer großen Studie keine gute Wirkung (obwohl so gerne verkauft). Als Erkrankter bitte Abstand halten von Anderen, insbesondere sehr Jungen, sehr Alten oder Schwerkranken. Wenig Händeschütteln ist eine sinnvolle Maßnahme. Gegen die echte Gippe schützt eine Impfung.

Also: Bleiben Sie gesund!